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Verabschiedung der Chorleiterin

Verabschiedung der Chorleiterin

Die gute Seele des Chors „Viva la musica“ wird verabschiedet


Helga Stache gibt ihren Posten als Chorleiterin aus gesundheitlichen Gründen ab –
zahlreiche Mitglieder verabschieden sich mit lobenden Worten


Von Stefanie Fechner


Oranienburg. Gut gefüllt war am Mittwochnachmittag der Raum im Regine-Hildebrandt-
Haus in Oranienburg. Aber dort, wo sonst Gesang und Lebensfreude von den Wänden
widerhallen, herrschte an diesem Tag eine fast greifbare Betrübtheit unter den zahlreichen
Anwesenden. Helga Stache, langjährige Leiterin des Chors, wurde feierlich verabschiedet.
Die 38 Chormitglieder hatten dafür einiges auf die Beine gestellt, fast jeder hatte eine Tüte
mit Geschenken für die äußerst beliebte 84-Jährige dabei, die ihr Amt nach mehr als 25
Jahren aus gesundheitlichen Gründen niederlegte. „Deine zahlreichen Aufgaben als
Chorleiterin hast du mit vollem Einsatz, deiner ganzen Kraft und Leidenschaft gemeistert“,
hieß es in einer Laudatio auf die scheidende Chorleiterin. Sie habe sich immer hervorragend
für den Chor engagiert und diesen damit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht.
„Mit viel Kompetenz, Lebenslust und Autorität hast du Leistung und Qualität unseres
musikalischen Repertoires vorangetrieben.“ Sichtlich berührt lauschte Helga Stache den
lobenden Worten. So habe sie jedes Chorjahr gewissenhaft geplant. Gemeinsam unternahmen
die Chormitglieder Ausflüge und Reisen, besuchten Seminare und absolvierten erfolgreich
Auftritte. Leicht habe es Helga Stache mit ihren Mitstreitern nicht immer gehabt. So hätten
einige Mitglieder die gemeinsame Probezeit auch gern dafür genutzt, um sich über private
Themen auszutauschen. Doch mit Zielstrebigkeit und Gewissenhaftigkeit sei es der 84-
Jährigen immer wieder gelungen, alle auf das Wesentliche einzustimmen. „Dein Ziel war es
stets, aus unseren vielfältigen Stimmen das beste Ergebnis rauszuholen.“ Auch wenn einige
Chormitglieder privat unruhige Zeiten durchlebten, so gaben die gemeinschaftlichen
Zusammenkünfte Zuversicht und Stärke. „Trotz der Coronaregeln, die uns nicht erlaubten, ein
regelmäßiges Treffen stattfinden zu lassen, ist unsere Gemeinschaft erhalten geblieben.“
Eigentlich sei auch eine öffentliche Verabschiedung auf dem Weihnachtskonzert geplant
gewesen, erklärte Helmut Jilg, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates Oberhavel. Und auch
Altbürgermeister Hans-Joachim Laesicke ließ es sich nicht nehmen, noch einige Worte an
Helga Stache zu richten. „Mir geht einfach das Herz über, wenn diese Frau, diese
Gemeinschaft sehe“, sprach er zu den Anwesenden. Sie sei die gute Seele des Chors. Zudem
lobte der Altbürgermeister die musikalische und künstlerische Qualität, die sie in den Jahren
aus dem Chor „herausgekitzelt“ habe. Auch an die Konzerte denkt Hans-Joachim Laesicke
gern zurück, wie er sagt. „Egal ob Weihnachts- oder Frühlingskonzert, es hat immer Spaß
gemacht.“ Aber natürlich sei es auch immer mit Wehmut verbunden, „wenn solch ein
Urgestein von Bord geht.“ Helga Stache war sichtlich gerührt, fand aber dennoch einige
Worte für ihre Chormitglieder. „Es war eine tolle Zeit mit euch, wir haben gemeinsam viele
Erfolge gefeiert“, blickte sie auf die vergangenen Jahre zurück. Heute habe man die
Gelegenheit, auch einmal die großen Momente Revue passieren zu lassen. Dann
verabschiedeten sich die Chormitglieder einzeln von ihrer langjährigen Wegbegleiterin,
überreichten Blumen und kleine Erinnerungsstücke. „Alles Gute und viel Gesundheit“ – das
wünschten Helge Stache alle Mitglieder.


Quellenangabe: Neue Oranienburger Zeitung vom 02.10.2021, Seite 15

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